Kooperation mit dem Hamburger Ausstellungs- und Kulturprojekt

Kein „Einzelfall“. Rechtsradikale Realitäten in Deutschland

Tödliche Anschläge in Hanau, Halle und Kassel, rassistische Ausschreitungen in Chemnitz, Heidenau und anderenorts, dazu die NSU-Morde in vielen deutschen Städten: Die Liste rechtsextremer Verbrechen und Pogrome in der Bundesrepublik ist in den letzten Jahren lang geworden. Doch der Blick in die Geschichte zeigt, dass rechte Gewalt und rechte Terrornetzwerke nicht erst seit Kurzem und nicht nur in Ostdeutschland ein schwerwiegendes und anhaltendes Problem darstellen. Wie die meisten deutschen Städte, so hat auch Hamburg eine lange Geschichte mit rechtsradikaler Gewalt und eine lange Geschichte des Nicht-Anerkennens der Gewalterfahrungen, die Teile der Bevölkerung machen mussten. Das Projekt Kein "Einzelfall". Rechtsradikale Realitäten in Deutschland möchte dieses Thema sichtbar machen. Gemeinsam mit dem Metropolis Kino, der internationalen Kulturfabrik auf Kampnagel und der Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg werden von November 2020 bis Februar 2021 ein Kinoprogramm und eine Videokunstausstellung präsentiert. Um auch junge Menschen an diesen Themenkomplex heranzuführen, werden im Rahmen der Kooperation mit der SchulKinoWoche Hamburg pädagogisch begleitete Vorstellungen von Filmen aus dem Programm sowie organisierte Führungen von Schulklassen in der Ausstellung auf Kampnagel angeboten.

Besonderes Zusatzangebot: Geführter Ausstellungsbesuch und filmisches Vermittlungsprogramm

Die Ausstellung mit zeitgenössischen Raum-, Video- und Filminstallationen findet ab dem 18. November in der internationalen Kulturfabrik auf Kampnagel statt. Sie macht die lange Tradition rechtsradikal motivierter und begründeter Gewalt in Deutschland sicht- und erfahrbar. Die gezeigten Arbeiten konfrontieren die Ausstellungsbesucher*innen direkt mit Rassismuserfahrungen, Akten rechten Terrors und nicht zuletzt den Leerstellen der juristischen und erinnerungskulturellen Auseinandersetzung mit diesen Verbrechen. Denn die gesellschaftliche Aufarbeitung ist noch längst nicht abgeschlossen.

In der Ausstellung sind Arbeiten von Mogniss H. Abdallah und Ken Fero, Vivet Alevi und Ulrike Hemberger, Cana Bilir-Meier, Ole-Kristian Heyer, Patrick Lohse und Marian Mayland, Katharina Kohl, Suat Ögüt sowie Hito Steyerl zu sehen.

Sie können für Ihre Klasse eine pädagogisch begleitete Führung durch die Ausstellung buchen, die auf etwa zwei Stunden angelegt ist. Die Ausstellung wird ab Klasse 9 empfohlen, der Eintritt ist frei.

Es ist außerdem möglich, den Ausstellungsbesuch mit einer ebenfalls begleiteten Filmvorstellung im Alabama Kino auf dem Gelände von Kampnagel zu verbinden:
Der zweite Anschlag | Donnerstag 19.11. | 9.00 Uhr mit Kinoseminar
Die Arier | Freitag 20.11. | 9.00 Uhr mit Kinoseminar

Beide Vorstellungen können auch unabhängig von einem Ausstellungsbesuch gebucht werden.

Im Metropolis Kino wird zudem ein Filmgespräch zwischen den Vermittler*innen des Projekts und Regisseurin Aysun Bademsoy angeboten:
Spuren – Die Opfer des NSU | Dienstag 24.11. | 10.30 Uhr mit Gast

Die Buchung begleiteten Filmvorführungen erfolgt über die jeweilige Filmseite. Wenn Sie zusätzlich die Ausstellung besuchen möchten, schreiben Sie und bitte eine kurze Nachricht in das Kommentarfeld im Anmeldeformular. Sollten Sie nur die Ausstellung besuchen wollen, schreiben Sie uns bitte eine Mail unter hamburg@schulkinowochen.de .

Kein „Einzelfall“. Rechtsradikale Realitäten in Deutschland
18. November 2020 bis 10. Februar 2021
Kampnagel, Jarrestraße 20
Eintritt frei zu den regulären Öffnungszeiten des Hauses
www.deutschlandproblem.de

ab Vorschule/Klasse 1/2
ab Klasse 3/4
ab Klasse 5/6
ab Klasse 7/8
ab Klasse 9/10
ab Klasse 11
mit Kinoseminar
mit Gast
Mo
16.11.
12.00 Uhr
Studio Kino
Filmgespräch mit dem Filmteam (verlängerte Veranstaltungsdauer ca. 30 Min.)
Der große Saal im Studio Kino hat 139 Sitzplätze und bis zu vier Rollstuhlplätze. Für offene Vorstellungen können sich je nach Guppengröße bis zu drei Klassen anmelden. Kinoseminare sind auf zwei Klassen begrenzt. Bei Buchung für eine Kohorte steht der ganze Saal zur Verfügung.
Do
19.11.
09.00 Uhr
Alabama Kino
Kinoseminar in Kooperation mit Projekt "Kein 'Einzelfall'. Rechtsradikale Realitäten in Deutschland" (verlängerte Veranstaltungsdauer 30-45 Min.)
Das Alabama Kino hat 150 Sitzplätze und bis zu fünf Rollstuhlplätze. Für offene Vorstellungen können sich je nach Guppengröße bis zu drei Klassen anmelden. Kinoseminare und Filmgespräche sind auf zwei Klassen begrenzt. Bei Buchung für eine Kohorte steht der ganze Saal zur Verfügung.
Vorstellungen
Mo
16.11.
11.30 Uhr
Hansa Filmstudio
Die kleinen Säle im Hansa Filmstudio haben je 100 Sitzplätze und bis zu acht Rollstuhlplätze. Für offene Vorstellungen können sich bis zu zwei Klassen anmelden. Bei Buchung für eine Kohorte steht jeweils der ganze Saal zur Verfügung.
Fr
20.11.
09.00 Uhr
Alabama Kino
Kinoseminar in Kooperation mit Projekt "Kein 'Einzelfall'. Rechtsradikale Realitäten in Deutschland" (verlängerte Veranstaltungsdauer 30-45 Min.)
Das Alabama Kino hat 150 Sitzplätze und bis zu fünf Rollstuhlplätze. Für offene Vorstellungen können sich je nach Guppengröße bis zu drei Klassen anmelden. Kinoseminare und Filmgespräche sind auf zwei Klassen begrenzt. Bei Buchung für eine Kohorte steht der ganze Saal zur Verfügung.
Mi
18.11.
12.30 Uhr
3001 Kino
mit Kinoseminar (verlängerte Veranstaltungsdauer 30-45 Min.)
Das 3001 Kino hat 91 Sitzplätze und zwei Rollstuhlplätze. Für offene Vorstellungen und Kinoseminare können sich bis zu zwei Klassen anmelden. Bei Buchung für eine Kohorte steht der ganze Saal zur Verfügung.
Di
24.11.
10.30 Uhr
Metropolis Kino
Filmgespräch mit der Regisseurin in Kooperation mit Projekt "Kein 'Einzelfall'. Rechtsradikale Realitäten in Deutschland" (verlängerte Veranstaltungsdauer 30-45 Min.)
Das Metropolis Kino hat 281 Sitzplätze und bis zu vier Rollstuhlplätze. Für offene Vorstellungen können sich je nach Guppengröße bis zu fünf Klassen anmelden. Kinoseminare sind auf zwei Klassen begrenzt. Bei Buchung für eine Kohorte steht der ganze Saal zur Verfügung.

SchulKinoWoche Hamburg 2020

Über das komplette Programm, Neuerungen im Anmeldeablauf und das Hygienekonzept für die diesjährige SchulKinoWoche werden wir Sie in Kürze informieren.

Sollten Sie bereits jetzt Fragen haben, eine Beratung wünschen und Anfragen für konkrete Filme oder Termine abgeben möchten, können Sie uns gerne im Projektbüro kontaktieren.

Wir sind Montag bis Freitag von 11.00 bis 16.00 Uhr unter der Nummer
+49 40 38 08 96 25 im Projektbüro für Sie erreichbar. Sollten Sie uns telefonisch nicht erreichen, schicken Sie uns bitte eine kurze Email an hamburg@schulkinowochen.de und gerne auch eine Kontakttelefonnummer, unter der wir Sie zurückrufen können. Vielen Dank!