Fortbildung: Film der NS-Zeit

Geschichte, Propaganda, Ästhetik

  • Mittwoch, 28.10.2020, 16.00-19.00 Uhr
  • Veranstaltungsort: Landesinstitut für Lehrbildung und Schulentwicklung
  • Geeignet für Lehrkräfte aller Fachrichtungen an weiterführenden Schulen, insbesondere der Fachbereiche Geschichte, PGW, Deutsch

Hier geht es zur Anmeldung über das TIS (2015M8209)

Thema

Der deutsche Film der Jahre 1933-1945 kann als Modellfall für den manipulativen Einsatz eines modernen Massenmediums durch einen totalitären Staat gesehen werden. Zentrale Propagandafilme der Zeit wie „Hitlerjunge Quex“ oder „Jud Süß“, in denen die mörderische Ideologie des NS-Regimes wirkungsvoll aufbereitet wurde, sind bis heute berühmt-berüchtigt. Die ästhetischen und politischen Strategien von Propaganda des NS-Kinos sind aber durchaus vielfältiger und heterogener, als diese Beispiele vermuten lassen. Im Anschluss an eine basale Einführung zur Filmanalyse und Grundlagen zum Einsatz von historischen Filmen im Unterricht wird die Veranstaltung das NS-Kino unter verschiedenen Aspekten beschreiben und kontextualisieren: (film-)historisch, ideologisch, stilistisch und mentalitätsgeschichtlich.

Ziele der Fortbildung

  • Elementare Einführung in die (strukturfunktionale) Filmanalyse
  • Einführung in den Umgang mit historischen Filmen im Fachunterricht
  • Perspektivierung des NS-Kinos (Historie, Politik, Ideologie, Ästhetik, Rezeption)
  • Exemplarische Besprechung eines ausgewählten NS-Films

Referent

Christian Maintz ist Autor, Literatur- und Medienwissenschaftler. Er lehrte u.a. an den Universitäten Hamburg und Mainz und unterrichtet aktuell an der Hamburger medienakademie. Weiterhin ist er als Dozent in der Lehrerfortbildung und an Hamburger Gymnasien sowie als Veranstalter von Filmklassikerreihen, Kinogesprächen, Vorträgen und Lesungen tätig.