Mr. Smith Goes to Washington
Filmklassiker, Komödie
USA | 1939 | FRANK CAPRA | 129 MIN.
Inhalt
Jeff Smith, Vorsitzender einer Pfadfinder-Organisation im Mittleren Westen der USA, hat eigentlich nicht von einer politischen Karriere geträumt. Aber als ein Senator seines Bundesstaats stirbt, soll Smith das hohe Amt im US-Kongress übernehmen. Was er nicht ahnt: Senator Paine und der Unternehmer Taylor suchen einen naiven Ja-Sager ohne parlamentarische Erfahrung, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Der Idealist Smith stellt bald fest, dass im Politikbetrieb ein rauer Umgang herrscht. Die Presse berichtet mit Spott über ihn, Kollegen wollen seine Vereidigung verhindern. Mithilfe seiner klugen Mitarbeiterin Clarissa Saunders findet sich Smith allmählich zurecht - sehr zum Unmut von Paine und Taylor.
Frank Capra entwickelte sich in den 1930er-Jahren zum Erfolgsregisseur von Screwball-Komödien, die zusehends auch sozialkritische Züge annahmen. Mit „Mr Smith“ hinterfragt er ein politisches System, in der Reiche und Opportunisten die Demokratie zu ihrem Vorteil ausnutzen. Zugleich plädiert er für die Kraft der freien Rede und Gegenrede – und stellt die bis heute gültige Frage: Wer darf in der Politik sprechen und wer wird gehört?
Weiterführende Links
- Begleitmaterial von American Spaces (englisch)
- Filmseite von kinofenster.de mit Filmbesprechung und Unterrichtsmaterial
- Begleitmaterial "Menschen- und Bürgerrechte im US-amerikanischen Kino: Heranführung an das Thema" von kinofenster.de
- Impulse zum Thema "Menschen- und Bürgerrechte im US-Kino" von kinofenster.de