The Florida Project
Drama
USA | 2017 | SEAN BAKER | 111 MIN.
Inhalt
Moonee ist unbekümmert, dreist und hat ein ziemlich loses Mundwerk. Sie lebt in einem der Motels, die in den 60er Jahren für die Besucher:innen von Disney World erbaut wurden – damals „The Florida Project“ genannt. Heute dienen die maroden Anlagen als Wohnraum für Menschen in prekären Verhältnissen. Monnees Mutter Halley hält sich mit dem Verkauf von Parfüm an Urlauber:innen über Wasser, Monne stellt auf ihren Streifzügen allerlei Unfug an: Zusammen mit ihren Freund:innen beschimpft sie Erwachsene, bespuckt Autos und verursacht obendrein einen Brand in der Nachbarschaft. Für Schadensbegrenzung sorgt lediglich der Motel-Manager Bobby, der die Kinder geduldig zurechtweist und Halley den Ernst der Lage zu vermitteln versucht, denn: das Jugendamt droht, Monnee in einer Pflegefamilie unterzubringen.
Mit den "hidden homeless" – den offiziell nicht als obdachlos registrierten Menschen ohne festen Wohnsitz – nimmt der Film eine marginalisierte Gruppe in den Fokus, die im US-Kino wenig sichtbar ist. Ohne Klischees oder Elendsbilder zeichnet der Film ein einfühlsames Porträt über existentielle Notlagen und soziale Ungleichheit – konsequent erzählt aus Perspektive der sechsjährigen Protagonistin.
Weiterführende Links
- Begleitmaterial Filmheft 17 Ziele - Kino für eine bessere Welt von Vision Kino
- Film des Monats bei kinofenster.de mit Filmbesprechung und Unterrichtsmaterial
- Filmseite von Vision Kino
- Begleitmaterial "Menschen- und Bürgerrechte im US-amerikanischen Kino: Heranführung an das Thema" von kinofenster.de
- Impulse zum Thema "Menschen- und Bürgerrechte im US-Kino" von kinofenster.de
- Szenenanalyse von der New York Times (englisch)